lively pack
Maria & Frank Hofmann-Manitz
Whippets für Schönheit und Leistung
 
 


     
  KATHARINA VOLK UND DIE STREICHELBANDE  
 
  Seit zwei Jahren bin ich jetzt Mitglied bei der “Streichelbande e.V.” (www.streichelbande.de), einer gemeinnützigen Organisation hier in München. Wir besuchen mit unseren Hunden Altenheime, Behinderteneinrichtungen und inzwischen auch Kindergärten (viele Kinder gerade hier in der Stadt wissen über Hunde nur, dass sie beißen können, haben aber noch nie einen gestreichelt, also - Lobby-Arbeit!).

Die Hunde sind keine ausgebildeten Therapiehunde, sondern eher ein “Angebot” an die Bewohner – sie bringen Abwechslung und Leben in die Bude, lassen sich gern streicheln und beschmusen. Ljomi und ich besuchen regelmäßig 2-3 mal im Monat das Kinderhaus AtemReich (www.atemreich.de) und haben damit den idealen Einsatzort gefunden. Es ist ruhig, jeweils nur ein Hund (wir wechseln uns wochenweise ab), die Kinder zum Teil sehr jung und alle leider sehr, sehr krank. Eigentlich müssten die meisten ständig auf der Intensivstation liegen, aber in dieser Einrichtung bemüht man sich, sie kindgerecht zu betreuen, und alle sind dort wirklich rührend.

Ljomi darf zu den Kindern auf die Schmusedecke und sogar ins Bett. Fragt mich nicht warum, aber ich könnte schwören, Ljomi weiß, dass diese Kinder krank sind. Er ist supervorsichtig, und wenn ein Kind mal krampft und ihn dabei unabsichtlich zwickt oder tritt, geht er höchstens kurz beiseite, legt sich aber gleich wieder dazu – als wüsste er genau, dass das nicht böse gemeint war.

Wenn man ihm ein bisschen Zeit und Ruhe lässt, entspannt er sich total, schmiegt sich an, legt den Kopf auf die Schulter, den Schoß oder den Bauch der Kinder, was immer er gerade erreichen kann. Einigen Kindern sieht man die Freude an, bei anderen meint man lange, sie würden den Hund gar nicht bemerken, bis sie irgendwann selber die Hand heben und auf seinen Rücken legen und ganz leicht die Finger bewegen. Oder die Pflegerin stellt fest, dass das Kind nach einer Viertelstunde zehn Zentimeter nach links (in Richtung Hund) gerutscht ist – ein echter Erfolg.

Wenn wir nach ca. 45 Minuten wieder gehen, merkt man Ljomi aber auch an, dass das anstrengend für ihn war, und öfter als höchsten einmal pro Woche würde ich das nicht mit ihm machen.


Voraussetzungen sind ein menschenliebender, vertrauensvoller Hund, der Gesundheitschecks und regelmäßigste Wurmkuren nachweisen muss. Den Eignungstest einer professionellen Therapiehunde-Ausbilderin hat er mit fliegenden Fahnen bestanden (Jinx ist durchgefallen, gescheitert am quietschenden Rollstuhl, dem Warnton eines Blutsauerstoff-Überwachungsgeräts – huch!! - und dem Servierwagen mit Kaffee und Kuchen, hihi. Muss ja auch nicht jeder machen!!). Bin jedenfalls immer wieder wahnsinnig stolz auf meinen Schatz!

Ich finde, das ist nicht nur ein gutes Angebot für die Menschen und Einrichtungen, die man besucht, man lernt auch selbst viel dabei. Außerdem freut mich jedes positive Bild von Hunden in der Öffentlichkeit! Wer Lust hat, mal auszuprobieren, ob auch der eigene Hund sich für diese Form des sozialen Engagements eignet, kann sich zum Beispiel an die bundesweit vertretene Organisation “Tiere helfen Menschen e.V.” wenden (www.thmev.de).

Ljomi in der SWW (Südbayrische Werkstätten für Blinde und Sehbehinderte). In der großen Eingangshalle war es auf Dauer zu trubelig für uns, im AtemReich haben wir genau den richtigen “Einsatzort” für uns gefunden.

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