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Eine bewegende Geschichte mit Happy-End - Teil II
Vor gut 1 ½ Jahren fragte mich René, was ich davon
halten würde, wenn wir uns einen Hund anschaffen. Ich war dem
nicht abgeneigt, weil es ja auch für unsere Gesundheit gut
ist, wenn man sich an der frischen Luft bewegt. Da wir beide berufstätig
sind, stand für uns eigentlich fest, dass wir uns nicht unbedingt
einen Welpen anschaffen wollten.
Wie
es der Zufall wollte, war René ein paar Tage später
bei einer Bekannten, die ihm von einem Whippet-Rüden erzählte,
der todunglücklich bei seinen Herrchen ist und da weg muss.
Laut den Schilderungen seiner Besitzer, musste der Hund ein richtiges
Ungeheuer gewesen sein, der alles kaputt machte, in der Wohnung
sein Geschäft erledigte und seine Herrchen angriff. Das allerdings
bezweifelte unsere Bekannte, die Whippet-Züchterin ist, ganz
stark.
Die Leute sind mit dem Hund einfach nicht zurecht gekommen und
wollten ihn loswerden. Ich hatte allerdings noch so meine Zweifel
und musste noch überzeugt werden. Eine andere Bekannte hatte
zu dem Zeitpunkt eine junge Whippet-Hündin namens Ratina. Die
Überzeugungsarbeit hat Ratina geleistet und ich stimmte zu,
dass wir den Hund zu uns nehmen. Allerdings hatten wir eine Be-dingung:
falls es nicht klappt, muss der Hund wieder weg....... allerdings
dann zu seiner Züchterin.
Es
kam der Tag, als wir unseren Lucky bei unserer Bekannten (also auf
neutralem Boden) abholten. Bei uns zu Hause angekommen, bekam er
erstmal das komplette Dekontaminierungs-Programm, weil er ein wenig
verwahrlost aussah. Gleich in der ersten Nacht hat er seinen Stammplatz
im Schlafzimmer gefunden.......einen großen runden Papasan-Sessel.
Lucky war der liebste Hund, den man sich vorstellen kann. Wir konnten
uns überhaupt nicht vorstellen, dass er all diese schlimmen
Sachen gemacht haben soll. Wir waren dann fast jeden Tag bei unserer
Bekannten und Lucky war richtig glücklich, wenn er mit Ratina
spielen konnte. Wir sind froh, dass er sein freundliches und ausgeglichenes
Wesen, trotz seiner unglücklichen Vorgeschichte, behalten hat.
Nach ein paar Wochen erzählte uns dann unsere Bekannte, dass
sie einen Wurf plane. Wir waren uns schnell einig, dass wir daraus
einen Welpen nehmen, damit Lucky nicht mehr so alleine ist. Als
dann der kleine E.T. zu uns kam, ist Lucky gleich in eine Art Vaterrolle
geschlüpft und hat mit ihm gespielt und gekuschelt. Da haben
wir gleich gemerkt, dass es die richtige Entscheidung war, einen
zweiten Hund anzuschaffen.
Marias
kleiner "Dobi" hat sich mittlerweile zu einem typvollen
Whippet-Rüden entwickelt, der sich genauso gern wie seine Mutter
Bethsi im Ausstellungsring zeigt. Dabei ist er sogar ziemlich erfolgreich
und hat schon oft in der Plazierung gestanden. Seinen größten
Erfolg hatte er letztes Jahr in Hoisdorf, als er unter der Richterin
Frau Ilse Schultze das BOB errang. Auf die Rennbahn ist er auch
ohne Probleme gekommen und hat seine Rennlizenz im Handumdrehen
gemacht. Dank seines tollen Wesens läuft Lucky auf der Bahn
so sauber, dass er gern als Füllhund bei Lizenzläufen
eingesetzt wird.
Die neue Saison ging für ihn ja auch schon recht erfolgreich
los. Beim Rennen um den Rot-Weiß-Pokal in Köln errann
er im Finale den 4. Platz, in Hannover belegte er beim Rennen den
6. Platz im Finale und bei der Ausstellung V2, Res.CAC und Res.VDH.
Bleibt zu hoffen, dass es auch so weiter geht.
Wir wollen Maria ganz herzlich für diesen tollen Hund danken
und wünschen allen
Livelypacks einen erfolgreichen Start in die neue Saison, sowie
ein superschönes Zuhause, wie Lucky es nach dem vielem Hin-
und Her endlich bei uns gefunden hat. Man könnte ja schon fast
meinen, Lucky hat sich seine neuen "Papas" selbst ausgesucht,
denn er fühlt sich bei uns pudelwohl und ist total glücklich.
Dirk, René, E.T. und Lucky
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